Bienen und Wildbienen unter Naturschutz

Bußgeldkatalog Biene

Bußgeld für das Fangen, Verletzen, Töten von Wildbienen sowie für die Beschädigung oder Zerstörung der Fortpflanzungs- oder Ruhestätten

BundeslandBußgeld für Wildbienen
Baden-WürttembergBis zu 50.000 €
BayernBis zu 50.000 €
BerlinBis zu 50.000 €
BrandenburgBis zu 65.000 €
BremenBis zu 50.000 €
HamburgBis zu 50.000 €
HessenBis zu 50.000 €
Mecklenburg-VorpommernBis zu 20.000 €
NiedersachsenBis zu 50.000 €
Nordrhein-WestfalenBis zu 50.000 €
Rheinland-PfalzBis zu 5.000 €
SaarlandBis zu 10.000 €
SachsenBis zu 50.000 €
Sachsen-AnhaltBis zu 50.000 €
Schleswig-HolsteinBis zu 50.000 €
ThüringenBis zu 50.000 €

Sind Bienen vom Aussterben bedroht?

Bienen stehen im Naturschutz und Artenschutz laut Bundesartenschutzverordnung

Bienen stehen im Naturschutz und Artenschutz laut Bundesartenschutzverordnung

Bienen bzw. Wildbienen sind wichtige Tiere in unserem Ökosystem. Würde es diese kleinen Tiere nicht geben, wären etwa zwei Drittel der Nahrungsmittel auf der Welt mit ihnen verschwunden, so Robin Moritz, Präsident der European Society for Bee Research.

Aufgrund wichtiger Aufgaben, die die Biene übernimmt, ist das Interesse am Schutz der Hautflügler so groß. Neben der Honigproduktion bestäuben Wildbienen die Pflanzen, damit diese Früchte produzieren können. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) schätzt, dass der monetäre Wert der Bestäuberleistung von Insekten in Europa bei rund 14,2 Milliarden pro Jahr liegt.

Bienen stehen unter Naturschutz, weil sie dafür sorgen, dass beispielsweise Tomaten, Obst oder Mandeln gedeihen. Dabei fanden Forscher heraus, dass eine Frucht größer wird, wenn eine Wildbiene die Blüte vorher öfter besucht. Aus diesem Grund ist es also wichtig, dass der Bestand der Tiere geschützt wird.

Zahl der Bienenvölker hat sich halbiert

Der Deutsche Imkerbund schätzt, dass sich die Zahl der Bienenvölker von 2,5 Millionen (im Jahr 1952) nun auf 1,4 Millionen reduziert hat. Aus diesem Grund stehen Wildbienen bzw. Bienen unter Naturschutz.

Die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) benennt Bienen als besonders geschützte Arten. Aus diesem Grund dürfen sie beispielsweise nicht in der Natur gefangen, beschädigt oder getötet werden. Wer dies tut, muss mit hohen Bußgeldern rechnen.

Sollten Sie also zum Beispiel einen Bienenstock im Garten besitzen, den Sie loswerden möchten, dürfen Sie die Tiere nicht selbst umsiedeln. Ein regionaler Imker kann Ihnen hierbei weiterhelfen. Gift gegen Bienen ist absolut tabu. Sollte dies ein Nachbar bemerken, der sich dem Tierschutz verschrieben hat, kann er dies anzeigen. Je nach Bundesland fällt das Bußgeld bis maximal 60.000 Euro aus.

Wieso sind Bienen bedroht?

Bienen sind vom Aussterben bedroht - Hummeln auch

Bienen sind vom Aussterben bedroht – Hummeln auch

Bienen stehen unter Naturschutz, weil die industrielle Landwirtschaft immer weiter wächst.

Aus diesem Grund werden mehr Pestizide eingesetzt, die das Leben und die Nahrung der Bienen gefährden. Zusätzlich leidet die heimische Wildbiene an der Zerstörung wichtiger Lebensräume.

Ein weiterer Grund ist der fehlende Nachwuchs im Imkergewerbe. Besonders Osteuropa hat darunter zu leiden: Die Honiggewinnung war hier lange Zeit staatlich gestützt. Dies fiel nun jedoch weg.

Insgesamt gibt es über 560 verschiedene Wildbienenarten in Deutschland; darunter befinden sich beispielsweise auch die Hummel oder Wespen. Etwa die Hälfte der Arten steht auf der Roten Liste der Bienen Deutschlands, da sie als bestandsgefährdet gelten.

Zwar stehen Bienen unter Artenschutz bzw. Naturschutz, dennoch sind sie bedroht und bedürfen eines besonderen Schutzes. Aus diesem Grund gibt es einige Initiativen, die über bedrohte Wildbienenarten berichten. Eine davon ist beispielsweise „Deutschland summt!“, die wieder mehr Lebensräume für Bienen in Deutschland zur Verfügung stellen möchte.

2 Kommentare

  1. Ralph sagt:

    Guten Tag,
    mein Name ist Ralph aus (Name von der Redaktion anonymisiert).

    Seit einigen Jahren haben wir Insektenhotels auf dem Balkon,in denen sich vereinzelt Mauerbienen ansiedeln.
    Nun haben wir eine Mail vom Verwalter/Beirat erhalten in der steht
    die Forderung den Abbau der Insektenhotels weil wir angeblich Mauer“WESPEN“ ansiedeln und diese derzeit andere Anwohner stören.
    Unsere Mauerbienen waren in der Zeit von Anfang März bis Mitte Mai tätig und seitdem ist von Bienen nichts mehr zu sehen.
    Zudem muss ich sagen,wir haben einen sehr Bienen/Hummel freundlichen Balkon.
    Daher habe ich ein gewisses Unverständniss,das wir die Insektenhotels aufbauen sollen.
    Wespen haben wir dieses Jahr noch keine gesehen,dies ist nun das 3te Jahr.
    Und ansiedeln tut sich auch keine bei uns.Für uns ist die Sache nur ein Vorwand. Wir leben in einer sehr grünen Umgebung,mit vielen Gärten,Feldern und Wald.

    Was raten Sie uns ? Inwiefern greift bei ungewollter Entfernung der Bußgeldkatalog für Wildbienen?

    Bilder anbei.

    Viele Grüße,Ralph

    • tierschutz.bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Ralph,

      Mauerbienen zählen zu den Wildbienen, weshalb es diese zu schützen gilt. Ein Entfernen der Ruhestätte wird also in der Regel mit einem Bußgeld geahndet. Deshalb sollte darauf hingewiesen werden, dass es sich eben um Mauerbienen, und nicht um Mauerwespen handelt.

      tierschutz.bussgeldkatalog.org

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