Fuchs und Maßnahmen zur Abwehr dieser Tiere

Bußgeldkatalog Fuchs

Einen Fuchs fangen, verletzen, oder töten bzw. seine Fortpflanzungs- oder Ruhestätte beschädigen oder zerstören

BundeslandBußgeld
Baden-WürttembergBis zu 50.000 €
BayernBis zu 50.000 €
BerlinBis zu 50.000 €
BrandenburgBis zu 65.000 €
BremenBis zu 50.000 €
HamburgBis zu 50.000 €
HessenBis zu 50.000 €
Mecklenburg-VorpommernBis zu 20.000 €
NiedersachsenBis zu 50.000 €
Nordrhein-WestfalenBis zu 50.000 €
Rheinland-PfalzBis zu 5.000 €
SaarlandBis zu 10.000 €
SachsenBis zu 50.000 €
Sachsen-AnhaltBis zu 50.000 €
Schleswig-HolsteinBis zu 50.000 €
ThüringenBis zu 50.000 €

Bußgeldkatalog Tierquälerei von Füchsen

VergehenStrafe
Fuchs misshandelnStraftat laut § 17 TierSchG (Tierschutzgesetz); Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe; Tierhalteverbot
Fuchs töten (ohne durch einen Jagdschein dazu berechtigt zu sein)Straftat laut § 17 TierSchG; Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe; Tierhalteverbot
Versuchte oder fahrlässige Misshandlung eines FuchsesOrdnungswidrigkeit; Bußgeldverfahren wird eingeleitet, Bußgeld bis zu 25.000 Euro; Tierhalteverbot
Tierpornografisches Material herstellen oder vertreibenStrafbar nach § StGB 184 a; Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe

Was tun bei einem Fuchs im Garten?

Normalerweise leben Füchse im Wald. Ein Fuchs, der sich in Ihren Garten verirrt hat, können Sie vertreiben

Normalerweise leben Füchse im Wald. Einen Fuchs, der sich in Ihren Garten verirrt hat, können Sie vertreiben

Auch wenn inzwischen in den Städten recht viele Füchse leben: Füchse im Garten sind eine Ausnahme. Falls sich doch einmal ein Fuchs in Ihren Garten verirrt hat, können Sie ihn auf behutsame Weise vertreiben. Da manche Füchse Krankheiten übertragen können, ist es besser, dem Tier nicht zu nahe zu kommen. Die Gefahr, dass ein Fuchs eine für den Menschen gefährliche Krankheit überträgt, ist jedoch eher gering. Es besteht auch nicht die Gefahr, Opfer einer Fuchsattacke zu werden. Diese Tiere suchen nicht die Konfrontation, sondern flüchten bei Gefahr.

Ohnehin sind Füchse meist zu scheu, sich Menschen zu nähern; sobald sie hören oder riechen, dass ein Mensch sich nähert, suchen sie das Weite und verschwinden somit meist, bevor irgendjemand den Rotfuchs überhaupt wahrgenommen hat.

Füchse vertreiben – auf tierfreundliche Weise

Um einen Fuchs im Garten zu vertreiben, sind in der Regel keine großen Anstrengungen erforderlich. Gehen Sie langsam auf den Fuchs zu, klatschen Sie in die Hände, das genügt schon, um das Tier zum Rückzug zu bewegen.

Wahren Sie beim Fuchs-Vertreiben bitte die Gesetze zum Tierschutz und zum Artenschutz und behandeln Sie das Tier umsichtig. Bei verletzten Füchsen im Garten informieren Sie das Veterinäramt.

Fuchs-Abwehr – in Einklang mit dem Tierschutz-Gesetz

Die Fuchs-Abwehr darf nicht mit einem Hund erfolgen

Die Fuchs-Abwehr darf nicht mit einem Hund erfolgen

Um von vornherein zu verhindern, dass ein Fuchs in Ihrem Garten sein „Unwesen“ treibt, achten Sie darauf, dass sich in Ihrem Garten keine Nahrungsmittel für das Tier befinden. Diese locken Füchse nämlich an.

Haben Sie z.B. gegrillt, zieht der Fleischgeruch Füchse magisch an. Deswegen reinigen Sie den Grill schnellstmöglich, um den ungebetenen Gast in Form eines Fuchses im Garten zu vermeiden. Es hat sich bewährt, Mülltonnen zusätzlich vor unbefugten Öffnen zu sichern. Beschweren Sie den Deckel der Mülltonne mit einem Stein, um zu verhindern, dass ein geschickter Fuchs – oder andere Tiere – in Ihrem Müll nach Essensresten wühlt.

Einen Fuchs fangen stellt einen Verstoß gegen den Artenschutz dar

Der Rotfuchs steht unter Naturschutz; gemäß der Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung sind sämtliche in Europa heimischen Säugetiere unter einen besonderen Artenschutz gestellt.

Neben dem Vorwurf der Tierquälerei verstößt jeder gegen den Artenschutz, der z.B. beim Fuchs töten erwischt wird, oder einen Fuchs vergiftet. Ebenfalls ist es nicht zulässig, Hunde auf einen Fuchs zu hetzen. Der Besitzer von einem Hund ist dafür verantwortlich, dass dieser keine Wildtiere reißt. Füchse sind Wildtiere, keine Haustiere. Es ist gesetzlich verboten, sie einzufangen!

Wer einen Fuchs im Garten sieht, darf den Fuchs verjagen, solange er dem Tier nicht schadet. Wer jedoch im Wald und damit im natürlichen Lebensraum eines Fuchses dieses Tier aus seinem Lebensraum vertreibt, muss gemäß der Gesetze zum Artenschutz mit einem Bußgeld rechnen.

4 Kommentare

  1. Blaukehlchen sagt:

    Es klingt zwar gut, dass Bußgelder beim Töten eines Fuchses erhoben werden, ebenso, wenn man seinen Hund auf einen Fuchs hetzt.
    Wie sieht das aber aus, wenn Jäger ihre Hunde absichtlich in den Fuchsbau schicken, um den Fuchs samt seiner Jungen aus dem Bau zu jagen, um von dem vor dem Bau wartenden Jäger erschossen zu werden?
    Ich habe noch zu keiner Zeit gehört oder gelesen, dass diese Lustmörder für diese fiese Tat Bußgelder zahlen mussten.
    Meines Wissens ist NRW das einzige Bundesland, das die Baujagd verboten hat.
    Und Rheinland-Pfalz mit 5000 Euro das Schlusslicht, was die Bußgeldzahlung für diese Straftat betrifft.
    Wer kontrolliert eigentlich die Jäger, die die Wälder zu ihren Schießbuden degradiert haben, und mit Vorliebe Füchsen und Dachsen in ihren Bauen nachstellen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Blaukehlchen,

      ein Jäger sollte eigentlich mit seinem Jagdschein dazu sensibilisiert werden, dass er nicht mehr als notwendig in die Natur eingreifen soll. Auch ein Jäger kann Tiere quälen. Sollten Sie so etwas beobachten, können Sie bei der Polizei eine Anzeige aufgeben.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. mamue sagt:

    Hallo,

    ich habe regelmäßig Besuch von einem Fuchs in meinem Garten mitten in einer Pachtgartenanlage (ohne Kleingartenverein) mitten in der Stadt.
    Leider immer dann, wenn ich nicht da bin – nachts. Ein Kollege hat ihn mit einer Wildkamera aufgenommen.

    Ich finde regelmäßig seine „Haufen“ – u.a. auch in meinem Erdbeerbeet – 2 warens in der vergangen Woche – und überall, wo Rindenmulch liegt scharrt er wie wild rum, warum auch immer – da musste schon meine kleine Erdbeerhimbeerpflanze dran glauben.

    Da ich sehr große Angst vorm Fuchsbandwurm habe, habe ich einen kleinen Apperat gekauft, der Ultraschallgeräusche aussendet, wenn sich etwas davor bewegt – tagsüber ein Problem, die Nachbarn schimpfen und die Reichweite ist auch begrenzt. Dann habe ich noch Buttersäure auf kleinen Schwämmen, da wo mein Gerät nicht hinstrahlt – Füchse mögen den Geruch ja nicht – ich aber auch nicht, es riecht furchtbar… und auch die Nachbarn schimpfen, wenn der Wind dreht…

    Ich habe jetzt imm Internet Lebendfallen für Füchse gesehen und dachte man könne Ihn fangen und freilassen, wo Wald und nicht mein kleiner Garten ist – wo er eben hingehört – auf Ihrer Webseite steht aber nun, dass man keine Füchse fangen darf – was bleibt mir denn nun noch? Durch Fuchsbandwurm krank werden oder gesund in einem nach Buttersäure stinkenden Garten sitzen?
    Fleischabfälle oder so habe ich nicht im Garten – ich bin Vegetarier .. aus Tierliebe übrigens…

    Gibt es einen Tierschutz-Irgendwas oder evtl Jäger, die solche Tiere fangen und umsiedeln dürfen?
    Gibt es andere Stellen an die ich mich wenden kann?
    Oder darf ich in so einem Fall doch eine Falle nutzen und den Fuchs in einen großen Wald bringen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo mamue,
      wir würden Ihnen empfehlen, sich an den zuständigen Förster oder den Tierschutz zu wenden. Sollten Sie den Fuchs fangen und dann im Wald aussetzen, müssen Sie mit einem Bußgeld rechnen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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