Hummelschutz in der Bundesartenschutzverordnung

Bußgeldkatalog Hummel

Bußgeld für das Fangen, Verletzen, Töten von Hummeln sowie für die Beschädigung oder Zerstörung der Fortpflanzungs- oder Ruhestätten

BundeslandBußgeld für besonders geschützte Hummeln
Baden-WürttembergBis zu 50.000 €
BayernBis zu 50.000 €
BerlinBis zu 50.000 €
BrandenburgBis zu 65.000 €
BremenBis zu 50.000 €
HamburgBis zu 50.000 €
HessenBis zu 50.000 €
Mecklenburg-VorpommernBis zu 20.000 €
NiedersachsenBis zu 50.000 €
Nordrhein-WestfalenBis zu 50.000 €
Rheinland-PfalzBis zu 5.000 €
SaarlandBis zu 10.000 €
SachsenBis zu 50.000 €
Sachsen-AnhaltBis zu 50.000 €
Schleswig-HolsteinBis zu 50.000 €
ThüringenBis zu 50.000 €

Stehen Hummeln unter Naturschutz?

Hummeln sowie Bienen stehen unter Naturschutz

Hummeln sowie Bienen stehen unter Naturschutz

Hummeln sind fleißige kleine Tiere in der Natur, ohne die es unser Ökosystem so nicht geben würde. Sie nehmen eine wichtige Aufgabe ein. Oftmals werden sie aber mit ihren tierischen Kollegen, den Bienen, Wespen oder Hornissen, verwechselt – vermutlich auch, weil sie ebenfalls eine Königin besitzen. Hummeln und Bienen benötigen die gleiche Nahrung – die Biene gewinnt jedoch diesen Kampf, da es viel mehr von diesen Tieren gibt.

Die Hummel im Naturschutz – Gründe

Sie ist nicht nur ihren Mitstreitern zahlenmäßig unterlegen. Zudem muss die Hummel mit dem Verschwinden ihres Lebensraumes und ihrer Nahrungsquellen leben. Die Jungköniginnen im Hummelvolk benötigen geschützte und vor allem ruhige Überwinterungs- und Nistplätze. Diese schwinden von Jahr zu Jahr.

Hummeln stehen zudem unter Artenschutz, weil sie durch Pflanzenschutzmittel gefährdet werden und Blumen sowie Flächen (sogenannte „Blühstreifen“) immer zeitiger gemäht werden.

Was sind die Aufgaben von Hummeln?

Die fleißigen und vor allem friedlichen Hautflügler haben eine wichtige Aufgabe im Ökosystem, was den Hummelschutz umso notwendiger macht. Sie fliegen Blüten an und bestäuben sie. Diese Bestäubung ist so wichtig, dass man mittlerweile davon ausgeht, dass mehr als die Hälfte der Pflanzen ohne diese Methode aussterben würde.

Sie arbeiten bis zu bis zu 18 Stunden am Tag. Zudem ist sie wesentlich länger mit der Bestäubung und dem Sammeln von Pollen und Nektar beschäftigt als die Biene, beispielsweise auch deshalb, weil sie selbst bei Regen umherfliegt und arbeitet.

Tiere wie Hornissen, Maulwürfe, Igel oder Mäuse vertilgen die Hummel. Aufgrund der Vielzahl an natürlichen Feinden und der Verminderung des Lebensraums ist der Hummelschutz in den letzten Jahren umso wichtiger geworden.

In Deutschland gibt es über 30 verschiedene Hummelarten. Etwa die Hälfte davon gilt als bedroht und steht auf der Roten Liste. Betrachtet man die Arten in Europa, kann man sagen, dass bei fast der Hälfte der Arten die Population kontinuierlich sinkt.

Möchten Sie Erdhummeln beseitigen oder anderweitige Hummeln „vernichten“, sollten Sie wissen, dass Hummeln unter Artenschutz bzw. Naturschutz stehen. Dies wird in der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) geregelt. Sie gelten als besonders geschützte Tiere. Verstöße gegen den Hummelschutz werden mit Bußgeldern bis zu 65.000 Euro geahndet.

Hummelschutz – aber wie?

Der Hummelschutz kann im eigenen Garten beginnen

Der Hummelschutz kann im eigenen Garten beginnen

Wer sich für das kleine Tier begeistert und einen eigenen Garten hat, kann besonders viel tun. Pflanzen Sie also sogenannte Trachtpflanzen. Diese besitzen viel Nektar und noch mehr Pollen.

Sie sollten womöglich im Sommer (nicht im Frühjahr!) blühen, da die Hummeln da einen besonderen Schutz benötigen. Blühen die Pflanzen im Juni, klappt der Hummelschutz. Sind es noch dazu mindestens drei Blumen dieser Sorte, sind Hummeln glücklich. Beispiele hierfür sind Weiße Taubnessel, Löwenzahn und Lavendel.

Es braucht nicht gleich einen Nistkasten, sondern lediglich eine Blumenreihe, an die sich die Hummeln gewöhnen können. Wer sich jedoch einen solchen Kasten besorgen möchte, sollte vorher einen erfahrenen Imker oder Fachmann konsultieren.

1 Kommentar

  1. gangster creeper sagt:

    find ich halb gut

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